Berufemarkt Wendelstein - seit 25 Jahren eine wichtige "Kontaktbörse"

„In den letzten 25 Jahren hat der Wendelsteiner Berufemarkt eine enorme Weiterentwicklung durchgemacht. Aber er hat seit damals das gleiche Ziel: Die Schüle-rinnen und Schüler mit Hilfe dieser regionalen „Kontaktbörse“ auf ihr späteres Berufsle-ben vorzubereiten“. Dieses Resümee zog Wendelsteins neuer Mittelschulrektor Frank Egelseer bei der Eröffnung des „Jubiläums“-Berufemarkts und dankte - wie die weiteren Ehrengäste - allen dabei beteiligten Institutionen für deren Bereitschaft 1993 erstmals diese Veranstaltung zu veranstalten.


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Für die Mittelschule als einem der Organisatoren oblag Rektor Frank Egelseer die Begrüßung der Ehrengäste mit Landrat Herbert Eckstein, „Hausherr“ und Bürgermeister Werner Langhans sowie weiteren Amtskollegen aus Allersberg, Rednitzhembach und Schwanstetten und Vertretern der benachbarten Schulen sowie vom Schulverbund Schwabach Stadt und Land. Es sei erstaunlich, welche Entwicklung dieser „Berufemarkt“ hinter sich habe seit der Premiere mit knapp zehn Ständen im Keller des Jugendtreffs über das stetige Wachstum in den Jahren mit der Mittelschule als Veranstaltungsort bis zur jetzigen „regionalen Berufsbörse“.


Trotz aller Veränderungen seit dieser Premiere im gleichen Gebäude sei es bis heute das Hauptziel der jährlichen Veranstaltung, den Jugendlichen beim Start ins Berufsleben mit dieser „regionalen Kontaktbörse“ als Treffpunkt mit den Betrieben und Dienstleistern vor Ort und in der Umgebung zu helfen. Und gäbe es nicht so viele Helfer bei der Vorbereitung und der Durchführung dieser jährlichen Veranstaltung, liefe der Berufemarkt nicht jedes Jahr so erfolgreich. Auch deshalb erhielt symbolisch für alle Helfer anläßlich des Jubiläums Alexandra Bratenstein für ihre Vorbereitungsarbeiten von Frank Egelseer einen Blumenstrauß als Dank.


„Der Berufemarkt ist nach 25 Jahren ebenso wichtig wie damals“

Bürgermeister Werner Langhans schloß als „Hausherr“ in seinen Dank neben allen Helfern auch die Mitorganisatoren und alle teilnehmenden Firmen und Institutionen ein und übergab ebenfalls Alexandra Bratenstein einen Strauß als Dank. Die heuer teilnehmenden knapp 70 Firmen mit einem Ausbildungsangebot von knapp 100 Berufen seien es, die den Berufemarkt zu dieser jetzigen erfolgreichen regionalen Ausbildungsbörse machten und das sei auch wichtig, um die regionale Wirtschaft bei ihrer Suche nach zukünftigen Arbeitskräften langfristig zu unterstützen und vor allem auch in der Region zu halten.


Auch Landrat Herbert Eckstein unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Berufemarkts und erinnerte an den Idee vor 25 Jahren, wodurch Richard Mengler als damaliger Leiter des Jugendtreffs die Schule wie auch die Gemeinde und den örtlichen „Bund der Selbständigen“ zusammenbrachte. Er dankte dem Markt Wendelstein, dass dieser seit der Renovierung der „Hans-Seufert-Halle“ diese für den Berufemarkt geöffnet habe und eine Weiterentwicklung er-möglicht habe. „Das Konzept des Berufemarkts funktioniert eindrucksvoll, hat eine Zukunft und ist eine wichtige Bereicherung für das Wirtschaftsleben im Landkreis und darüber hinaus“.


„Umschauen, fragen, ausprobieren und nicht gleich aufgeben“

Für die Jugendlichen hatte der Landrat als Anregung parat, den Berufemarkt zum „Umschauen, fragen und auszuprobieren“ zu nutzen und vor allem nicht beim ersten Scheitern alles aufzugeben und dann nichts mehr zu machen. Als ehemaliger Rektor in Wendelstein zeigte sich zudem Schulrat Karlheinz Pfahler beeindruckt von der Weiterentwicklung der letzten Jahre. „Diese Veranstaltung wird mit jedem weiteren Jahr attraktiver und interessanter und das ist genau der richtige Weg“ dankte er den Organisatoren für die Vorbereitungen und das ehrenamtliche Engagement beim „Rahmenprogramm“ als oft übersehenen Erfolgsanteil.


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Auch im Jubiläumsjahr zeigte sich beim Rundgang danach eine große Vielfalt der möglichen Berufsbilder mit klassisch-technischen Berufen wie Fahrzeugbaumechaniker und Elektroniker für Fachbereiche von Gebäude- bis zu hin zu Automatisierungstechnik wie auch Berufen im Informatiksektor. An den Ständen von Polizei, Bundeswehr, den Kommunalverwaltungen von Wendelstein und Roth, der Banken und der Krankenkassen gab es Informationen über technische Berufe und Verwaltungsberufe im öffentlichen Dienst und der Dienstleistungssektor sowie das Handwerk präsentierten sich mit Berufen wie Bäcker, Fliesen- und Mosaikleger, Schreiner oder Metallbauer.


Berufe im sozialen wie medizinischen Bereich haben Zukunft

Neben den technischen Berufen und Ausbildungsangeboten im Dienstleistungssektor waren auch etliche soziale Berufsbilder wie Alten-, Kinder- oder Krankenpfleger am Markt mit verschiedenen Ausbildungsbetrieben vertreten. Wer eher einen kreativen Beruf suchte, wurde ebenso fündig und auch weniger bekannte Berufe wie Diplom-Rechtspfleger oder Kanalbauer wurden heuer vorgestellt. Im naturwissenschaftlich-medizinischen Sektor gab es Ausbildungsangebote wie Gesundheitspfleger, Heilpädagogik oder Zahntechniker, während Berufsbilder wie Koch und Hotel- sowie Restaurantfachkraft für den Gastronomiesektor standen.


An einigen Infoständen gab es zudem die Möglichkeit, selbst „berufstypische“ Arbeitsabläufe auszuprobieren oder aus erster Hand von Auszubildenden Informationen über das jeweilige Berufsbild zu bekommen. Im Schulhof der Mittelschule boten zwei Unternehmen die Gelegenheit, praktische Erfahrungen mit „großer Technik“ zu sammeln und wie weitreichend in der Region inzwischen der Berufemarkt Betriebe und Unternehmen anlockt, zeigte neben dem Wen-delsteiner Firmenspektrum die große Zahl an Betrieben aus dem Landkreis, Schwabach und Nürnberg mit ihren Infoständen am Berufemarkt.


Bericht und Fotos: Dr. Jörg Ruthrof


Letzte Änderung: 27.03.2017 12:00 Uhr